Donnerstag, 17. November 2011

Literatur TAG

Uns interessiert, was Ihr in der Schule gelesen habt. Wir taggen alle, die gerne mitmachen wollen....

Kommentare:

  1. Das Buch "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull",von Thomas Mann hat mir sehr gut gefallen und mich zu weiteren Überlegungen geführt. Im Buch wird das Problem des Narzissmus sehr deutlich, Felix Krull will geliebt werden und sehnt sich nach der großen Mutter, eigentlich sehnt er sich,in den Mutterschoß zurückzukehren. Das Buch zeigt das Problem des Narzissmus auf, da der Narzissmus jedoch die Krankheit aller ist, da er ein "Symptom der Pathologie der Normalität ist" (vgl. Erich Fromm), taucht der Narzissmus als Krankheit nicht im Bewusstsein auf. Erst nachdem ich mich mit der Psychoanalyse und dem Problem des Narzissmus (nach Sigmund Freud) beschäftigt habe, konnte ich verstehen warum Felix Krull, und generell ein Mensch, der an Narzissmus leidet, unfähig ist, einen anderen Menschen zu lieben und mit ihm eine Liebesbeziehung einzugehen. Man kann sich nun Fragen wie start Thomas Mann selbst narzisstisch veranlagt war und ob er als Künstler nicht eine Art "Auserwähltenrolle" gespielt hat und um als Künstler tätig zu werden, die Bürgerliche Identität aufgeben musste.
    Was ich mich jedoch frage, ist - ob Thomas Mann nicht tatsächlich homosexuell war, und sich seine Familie als bloßen Schein aufgebaut hat. Darüber hinaus verwundert es mich, warum viele seiner Söhne (zwei glaube ich) Suizid begangen haben?

    AntwortenLöschen
  2. Zu der Blonden: In "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" geht es ebenso um den Zerfall der Familie wie im Buch die Buddenbroocks, bei den Buddenbroocks geht es auch darum, dass die Kinder nicht das Geschäft des Vaters weiterführen wollen und es somit zum Generationenkonflikt / Bruch kommt.

    AntwortenLöschen
  3. Hallo! Meine Schulzeit liegt schon etwas zurück. Beeindruckt hat mich Urfaust/Faust I, als Erwachsene habe ich es mir mehrfach im Theater angeschaut und immer mal wieder gelesen. Max Frisch war super (Andorra, Homo Faber), Jeremias Gotthelf (Die schwarze Spinne) war auch ein Highlight damals,sehr spannend und unheimlich. Gedichte hatten wir auch oft und gute LehrerInnen in Deutsch. Gedichte liebe ich bis heute und ich bin eine "besessene" Leserin. Das verdanke ich der Schule. Leider wurde so wenig lustiges oder hochspannendes gelesen, ist doch auch Literatur! Schon damals triefte alles vor Schwere, Tod und Düsternis.

    AntwortenLöschen